Traditionelle europäische Kräuterheilkunde

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen."

 

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte werden Pflanzen als Heilmittel eingesetzt. Auch heute noch sind sie die Basis der Medizin von Urvölkern, zum Beispiel bei den Indianern Nord- und Südamerikas. Auch die Chinesen berufen sich in ihrer Medizin auf das Heilpflanzenwissen der "Alten“.

 

Die traditionelle Kräuterheilkunde erlebt derzeit in der "westlichen“ Welt eine Renaissance. Die Menschen erinnern sich mehr und mehr an die Heilkraft der Pflanzen.

 

Es gibt verschiedene Arten, Pflanzen in der Heilkunde einzusetzen. Ganz traditionell zum Beispiel als Tees, Tinkturen, Frischpflanzensäfte, Umschläge, Bäder oder zur Inhalation. Aber auch in Form von Tabletten, Kapseln und Dragees.

In meiner Praxis bevorzuge ich die traditionelle Form der Pflanzenheilkunde, da auf diese Weise sicher ist, dass die Wirkung nicht durch Zusatzstoffe oder bestimmte Herstellungsverfahren beeinflusst wird.

 

Außerdem versuche ich, hauptsächlich einheimische Pflanzen zu verwenden. Der Grund liegt darin, dass man keine chinesischen, indischen oder südamerikanischen Pflanzen einführen muss, wenn in Europa Pflanzen wachsen, die die gleiche Wirkungsweise haben. Auch sind wir mit den heimischen Pflanzen "näher verbunden“ als mit denen anderer Kontinente. Denn auch die Pflanzen sind, wie wir Menschen, an ihren Lebensraum und ihre Umwelt angepasst. Und das Wissen um die Europäische Kräuterheilkunde ist ebenso alt und bewährt wie jedes andere.

Zu den einheimischen Pflanzen zähle ich auch die "Eingewanderten“, sogenannte Neophyten. Diese haben sich schließlich über einen langen Zeitraum an die europäischen Verhältnisse angepasst, dass auch sie als heimisch gelten können.

 

Diese Form der Behandlung kann den Patienten stark mit einbinden, denn Tees müssen zum Beispiel täglich gekocht werden oder Umschläge ständig erneuert werden. Wenn man sich für die traditionelle Kräuterheilkunde entscheidet, ist man sich dessen allerdings bewusst und empfindet den/die täglichen Tee/s o.ä. nicht als lästig. Im Gegenteil: Sie tragen dazu bei, dass Sie sich dessen bewusst werden, dass Sie selber zu Ihrer Gesundwerdung beitragen.


Sind Sie jedoch nicht der Typ, der sich jeden Tag Tees kocht, oder es fehlt Ihnen einfach die Zeit dazu, lässt sich immer eine Möglichkeit finden, Ihnen die Phytotherapie zu vereinfachen.