Kopfschmerz

 

Leiden wir unter Kopfschmerzen, so ist unser Wohlbefinden extrem eingeschränkt. 4 - 5 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden täglich daran. Es gibt viele Formen von Kopfschmerzen und ebensoviele Ursachen. Die Ursache eines Schmerzes herauszufinden, ist die Vorraussetzung für die Linderung.

Die häufigste Form ist der Spannungskopfschmerz, der sowohl körperlich als auch psychisch ausgelöst werden kann (siehe unten). Auch Migräne ist weitverbreitet, wobei noch nicht ganz geklärt ist, was genau im Kopf geschieht. Aus diesen beiden Formen heraus kann sich ein Dauerkopfschmerz entwickeln, der oft durch die lange Schmerzmitteleinnahme hervorgerufen wird.


Spannungskopfschmerz

Diese Art von Kopfschmerz äußert sich meist dumpf und drückend und ist schwer lokalisierbar. Eine häufige Ursache von Spannungskopfschmerzen sind, wie der Name schon sagt, Verspannungen.

Verspannte Muskelgruppen, die meist für Kopfschmerzen verantwortlich sind, können sein:

  • Gesichtsmuskeln, vor allem die Augenmuskulatur
  • Kaumuskeln
  • Nackenmuskeln
  • die Muskulatur des Schulterbereichs
Gründe für Verspannungen dieser Muskeln sind beispielsweise:
  • Fehlhaltungen und Überlastungen
  • Schlafmangel
  • ungesunde Ernährung und damit einhergehende Übersäuerung der Muskulatur
  • psychischer Stress
  • Sorgen und Ängte

Hat man die genaue/n Ursache/n herausgefunden, geht es daran, diese zu beseitigen. Hierbei muss der Patient aktiv mitarbeiten und unter Umständen bestimmte Verhaltensweisen oder ungesunde Gewohnheiten ablegen.

Die Muskulatur kann durch manuelle Therapieverfahren, wie Massage, Schröpfen oder Taping wieder gelockert werden. Zusätzlich sollte eine Ausleitung der Schlackenstoffe, die sich im Laufe der Zeit in den verhärteten Muskeln angesammelt haben, stattfinden.

Möglicherweise benötigt man auch die Hilfe eines Psychologen, um die Konflikte zu lösen, in denen man sich gerade befindet. Wendet man sich von diesem psychischen Aspekt ab, wird die Linderung der Schmerzen nur kurze Zeit anhalten.


Migräne

Dieses Krankheitsbild ist ganz individuell geprägt und ist bestimmt durch Symptome, die jeder Patient unterschiedlich beschreibt, dennoch gibt es Gemeinsamkeiten. An dieser Stelle soll an der sogenannten "klassischen Migräne" diese Form des Kopfschmerzes beschrieben werden. 

"Die klassische Migräne ist ein anfallsweise auftretender Kopfschmerz, der in unregelmäßigen oder auch periodischen Zeitabständen auftritt und sich durch seine charakteristischen Schmerzmodalitäten eindeutig von anderen Kopfschmerzen abgrenzen lässt." (Rudat, Kopfschmerz und Migräne, S. 17) Meist ist dieser Schmerz einseitig und pochend oder pulsierend.

 

Die häufigsten Auslöser für eine Mirgäneattacke können sein:

  • Wetter - Wetterwechsel, bestimmte Wetterlagen, Föhnwetter
  • Stress - bevorstehender, nachlassender (Wochenendmigräne)
  • Ernährung - bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel (Schockolade, Zitrusfrüchte, Rotwein, bestimmte Käsesorten)
  • bei Frauen kann es auch zu Zyklusabhängigen Migräneanfällen kommen

 

Ein Migäneanfall hält durchschnittlich 5 bis 10 Stunden an. Es kommt jedoch auch vor, dass dieser Zustand 2 bis 3 Tage, in Einzelfällen sogar 1 bis 2 Wochen anhält.

Die Behandlung von Migräne ist gar nicht so einfach. Jedoch gilt auch hier, dass die Ursache bzw. die Auslöser gefunden und beseitigt oder wenistens reduziert werden. Das bedeutet für Sie, dass Sie sich über einen gewissen Zeitraum ganz genau beobachten müssen.
Im Akutfall kann man sehr gut mit homöopathischen Mitteln und Akupressur arbeiten. Vorbeugend bietet sich die gleiche Vorgehensweise wie beim Spannungskopfschmerz an, sowie ein funktionierendes Stressmanagement.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Ausleitungs- und Entgiftungstherapie Linderung verschaffen kann. Zusätzlich ist es auch bei Migräne wichtig, dass die Muskulatur entspannt ist (siehe Spannungskopfschmerz).